Anfänger-Skitour im Kleinwalsertal: Zwei Gipfel, ein Traumtag

Du betrachtest gerade Anfänger-Skitour im Kleinwalsertal: Zwei Gipfel, ein Traumtag

Eine Skitour, zweimal Gipfelglück – genau das haben wir im Kleinwalsertal erlebt. Gemeinsam mit meinem Tourenbuddy Simon, mit dem ich gleichzeitig angefangen habe Skifahren zu lernen, sind wir an einem kalten Wintermorgen am Parkplatz an der Ifenbahn gestartet. Es war eine unserer ersten größeren Skitouren überhaupt – und gerade deshalb war die Route ideal. Sie bietet mit Steinmandl und Hählekopf zwei spannende Gipfel, die sich auch für eine Anfänger-Skitour sehr gut eignen. Fordernd genug, um ein Abenteuer zu sein, aber machbar, ohne dass man sich überfordert fühlt.

Start der Skitour: Afstieg zur Schwarzwasserhütte

Ausfstieg Schwarzwasserhütte Skitour Kleinwalsertal

Schon beim Aufstieg vom Parkplatz Ifen durchs Schwarzwassertal wurde klar, warum das Kleinwalsertal für Skitouren so beliebt ist. Links und rechts türmen sich verschneite Wälder, und je höher man steigt, desto weiter öffnet sich der Blick. Wir waren an dem Wintertag die einzigen, die so früh unterwegs waren. Und so fühlte es sich an, als hätten wir den Berg fast für uns allein. Als die Sonne dann auch noch ganz langsam die Gipfel angestrahlt hat, war der Morgen eigentlich schon perfekt.

Der erste Abschnitt führte uns erstmal recht entspannt, dann ab der Melköde recht steil bergauf. Im Wald waren teilweise apere Stellen, sodass wir zwischendurch mal kurz die Skier abgeschnallt haben. Nach etwa 1,5 Stunden erreichen wir die Schwarzwasserhütte, wo wir dann schon fast 400 Höhenmeter in den Beinen hatten.

Gipfel 1: Steinmandl

An der Hütte überlegen wir noch mal. Eigentlich wollten wir auf den Hählekopf. Aber der Hang vom Steinmandl sieht super einladend aus. Wir checken noch mal die Karte, inklusive Hangneigung, und stellen fest: auch die Abfahrt sollte sich für uns ausgehen. Also wandern wir stetig weiter. Weil die Tage am Ende des Winters schon recht warm sind, die Nächte aber klirrend kalt, ist die Aufstiegsroute ziemlich vereist. Ich merke mir: heute Abend gleich Harscheisen bestellen. Als ich wieder mal fast ausrutsche und der Hang auch immer steiler wird, schnallenw ir die Skier ab und machen sie an den Rucksack fest. Es geht zu Fuß weiter. Für mich sind solche Passagen ein Highlight – sie geben der Tour Abwechslung und das Gefühl, wirklich am Berg zu sein. Oben am Steinmandl (1.982 m) angekommen, eröffnete sich ein traumhaftes Panorama über das Kleinwalsertal und die umliegenden Gipfel.

Steinmandl Skitour Schwarzwasserhütte Kleinwalsertal

So, und dann wird es Zeit für die Abfahrt. Um uns ein bisschen herauszufordern sind wir dafür etwas den Hang zwischen Steinmandl und Grünhorn gequert und dort heruntergefahren. Für mich war das kurz alles andere als entspannt: Der obere Hang ist recht steil und erfordert durch die Latschen auch sichere Kurzschwünge. Für geübte Tourengeher macht das Spaß, für Anfänger auf Skitour kann es hier aber durchaus etwas kniffliger werden. Aber hey, dann bin ich richtig in den Flow reingekommen und nach den ersten Schwüngen machte es einfach nur noch Laune. Also konnten wir es nicht sein lassen und gingen noch einen zweiten Gipfel.

Gipfel 2: Hählekopf

Unsere Abfahrt haben wir deshalb tendenziell eher in Richtung Gerachsattel ausgelegt, sodass wir ab dort gleich noch mal hochgehen konnten. Also fellen wir wieder auf und weiter geht’s! Im Vergleich zum Steinmandl ist der Aufstieg auf den Hählekopf viel chilliger, weil er nicht so steil ist. Und gut, der Schnee wird in der Sonne nun auch langsam weicher. Perfekt, um etwas mehr zu genießen und die Eindrücke dieser tollen Skitour im Kleinwalsertal wirken zu lassen.

Am Gipfel vom Hählekopf (2.058 m) angekommen, machten wir eine längere Pause. Wir kochten Kaffee, setzten uns in den Schnee und genossen die Stille. Genau diese Momente sind es, die eine Skitour im Kleinwalsertal so besonders machen: die Kombination aus Bewegung, Natur und kleinen Ritualen wie einer Kaffee-Pause mit Aussicht. Und dann: Abfaaaaahrt! Jetzt komme ich erst so richtig in Schwung und aaaah – ich lieb’s!

Einkehr in der Schwarzwasserhütte

Nach zwei Gipfeln war der Hunger dann nicht mehr zu übersehen. Zum Glück lag die Schwarzwasserhütte fast direkt am Weg. Ein Einkehrstopp hier ist Pflicht! Die Hütte ist bekannt für ihren Kaiserschmarrn – fluffig, karamellisiert und einfach perfekt nach einem langen Tag im Schnee. Dazu ein heißer Kaffee oder Tee – oder ein alkoholfreies Weizen 😉 – und die Welt ist in Ordnung.

Die letzte Abfahrt führte uns schließlich über die Alpe Melköde zurück Richtung Parkplatz. Hier wird das Gelände flacher, und man muss teilweise abschnallen oder skaten. Nicht unbedingt der spannendste Teil der Tour – aber nach Kaiserschmarrn und zwei Gipfeln nimmt man das mit einem Lächeln.

Kaiserschmarrn Schwarzwasserhütte Kleinwalsertal

Tourdaten 2-Gipfel-Skitour für Anfänger im Kleinwalsertal

⛰️ Startpunkt: Tourengeher-Parkplatz kurz vor der Auenhütte bei der Ifenbahn (5€ Tagesticket)

↕️ Höhenmeter Aufstieg Schwarzwasserhütte: 370 m bergauf

↕️ Höhenmeter Aufstieg Schwarzwasserhütte – Steinmandl: ca. 320 m bergauf

↕️ Höhenmeter Aufstieg Gerachsattel – Hählekopf: ca. 300 m bergauf

⏱️ Tourzeit insgesamt: ca. 5-6 Stunden

⚡ Schwierigkeitsgrad: leichte Skitour, die Abfahrt vom Steinmandl kann je nach gewählte Linie etwas steil sein

⏸️ Einkehrmöglichkeit: Schwarzwasserhütte

❕ Lawinengefahr: Am Stenimandl gering bis mittel, evtl. in der Mulde unter dem Wechtenkamm. Am Hählekopf gering bis mittel. Mitunter können die Steilpassagen im Gipfelanstieg eine Gefährdung darstellen. Informier dich immer selber über die Lawinengefahr!

✅ Wildschutzzonen am Hählekopf beachten! Hier darfst du nicht hochgehen oder runterfahren.

Tipps für deine Skitour im Kleinwalsertal

  • Beste Jahreszeit: Die Tour ist meist von Dezember bis März möglich, je nach Schneelage.
  • Ausrüstung: Harscheisen können hilfreich sein, wenn der Schnee am Morgen hart gefroren ist. Und natürlich solltest du immer eine Lawinenausrüstung dabeihaben!
  • Einkehr: Plane unbedingt einen Stopp bei der Schwarzwasserhütte ein – Kaiserschmarrn oder Kuchen sind legendär.
  • Wildschutzzonen: Besonders im Bereich des Hählekopfs gibt es sensible Zonen. Die sind vor Ort auch mit Schilder markiert. Bitte bleib auf der üblichen Aufstiegsroute und Abfahrt – die Natur und ihre Bewohner danken es dir.
  • Für Skitouren-Anfänger: Wer sich als Skitour-Anfänger sich lieber ganz chillig herantastet, kann den Steinmandl auslassen und nur den Hehlekopf besteigen. Der Aufstieg ist weniger steil und auch die Abfahrt ist einfacher zu meistern.

Fazit: Zwei Gipfel, ein Traumtag

Diese Skitour im Kleinwalsertal verbindet alles, was für mich einen perfekten Wintertag in den Bergen ausmacht: sportliche Herausforderung, fantastische Ausblicke, gemütliche Pausen und am Ende eine urige Einkehr. Der Mix aus dem etwas anspruchsvolleren Steinmandl und dem leichteren Hehlekopf ist ideal, wenn du schon ein wenig Erfahrung gesammelt hast und Lust auf Abwechslung hast.

Und selbst wer nach einer Anfänger-Skitour sucht, findet im Hählekopf und Steinmandl zwei schöne Ziele – mit Gipfelglück, Abfahrtsspaß und Hüttengenuss als Belohnung. Für uns war es eine der ersten größeren Touren überhaupt und die hat nach viel mehr geschmeckt. Für mich steht fest: Das war nicht meine letzte Skitour im Kleinwalsertal!

Schreibe einen Kommentar