Du suchst nach dem perfekten Bikepacking-Abenteuer abseits der überlaufenen Hotspots, willst dafür aber nicht erst stundenlang reisen? Dann wird dich der GeoRadweg Altmühltal garantiert genauso flashen wie mich! Auf zwei Rädern geht es hier quer durch ein echtes Gravelparadies mitten in Bayern, das mit seinen hellen Kalksteinfelsen und charmanten Barockstädten echte Südeuropa-Vibes versprüht. Wo vor 150 Millionen Jahren noch ein tropisches Jurameer war, rollst du heute über genialen Schotter und spürst die Erdgeschichte bei jedem Tritt in die Pedale. Hinter jeder Kurve wartet eine neue Burg auf dich, und nach sportlichen Höhenmetern belohnen dich einsame Trails durch dichte Wälder. Komm mit auf die Reise von Wemding bis nach Weltenburg – und lass dich überraschen, wie viel Wildnis und Genuss direkt vor unserer Haustür liegen.
Werbehinweis: Dieser Artikel enthält Werbung für meinen Kooperationspartner Naturpark Altmühltal, der mich zu dieser Medienreise eingeladen hat. Die Inhalte, die ich in diesem Beitrag wiedergebe, wurden dadurch nicht beeinflusst.



Der GeoRadweg Altmühltal im Überblick: Auf rund 383 Kilometern führt die Route von Nördlingen bis nach Kelheim quer durch die Erdgeschichte – vorbei an einem Meteoritenkrater, jurazeitlichen Riffen und der Fundstätte des Urvogels Archaeopteryx. Du kannst dich flexibel zwischen zwei Hauptrouten (201 und 182 km) oder vier Rundtouren entscheiden. Auch die Logistik für dein nächstes Bikepacking-Abenteuer in Bayern steht: Entlang des GeoRadweg Altmühltal gibt es ein dichtes Netz an Radvermietern, Werkstätten und Gepäcktransporten. Und falls die Beine nach den steilen Jura-Höhen doch mal müde werden, bringt dich der praktische Freizeitbus samt Fahrradanhänger entspannt ans Ziel.
Entspannter Abend mit Einradeln und Vorfreude auf’s Bikepacken auf dem GeoRadweg
Sodass wir ganz frisch an unsere Bikepacking-Tour starten können, reisen wir am Vorabend an in Wemding. Dort checken wir ein im Hotel Schieners & Apfelhof, wo wir total nett begrüßt werden. Das hätten sie aber eigentlich gar nicht machen müssen, weil mit dem Online-Check-In kannst du alle Türen mit dem Handy öffnen – super praktisch, wenn man flexibel sein möchte. Dann hüpfen wir noch schnell auf’s Rad um eine kleine Runde durch Wemding und Umgebung zu drehen. Die endet im Biergarten vom Wallfahrtswirt, wo wir mit einer deftigen Mahlzeit und einem alkoholfreien Weizen die Vorfreude auf unsere Bikepacking-Tour auf dem GeoRadweg feiern.




Erster Tag auf dem GeoRadweg im Altmühltal: Auftakt durch leuchtende Rapsfelder
Doch bevor das Abenteuer Bikepacking in Bayern so richtig losgehen kann, steht das klassische Ritual an: das große Pack-Puzzle. Wenn man eine Weile nicht mehr mit Taschen am Rad unterwegs war, dauert es gefühlt ewig, bis alles seinen Platz findet. Aber als die Reißverschlüsse endlich zugezogen und die Taschen am Gravelbike festgezurrt sind, rollen wir los. Und da ist es sofort wieder: dieses unbeschreibliche Gefühl von absoluter Freiheit. Drei Tage lang gibt es nur uns, die Räder und den Weg vor uns. Schon nach wenigen Kilometern lassen wir den Rieskrater hinter uns und tauchen ein ins pure Grün. Die Sonne meint es gut mit uns, und links und rechts des Weges blitzen die Rapsfelder so leuchtend gelb, dass man gar nicht anders kann als zu strahlen. Auf feinstem Schotter – genau so, wie wir es auf dem Gravelbike lieben – zieht die Landschaft an uns vorbei.
Unsere erste richtige Pause legen wir im idyllischen Mörnsheim ein. Wir sitzen gerade gemütlich am Brunnen, umgeben von wunderschönen Fachwerkgebäuden, als uns ein älterer Herr anspricht. Es stellt sich heraus, dass er im Stadtrat ist – und prompt bekommen wir eine private Geschichtsstunde direkt am Streckenrand. Er erzählt uns voller Stolz, dass es hier früher über zehn Brauereien gab, die alle durch ein unterirdisches Tunnelsystem miteinander verbunden waren. Sogar Führungen gibt es dort heute noch! Bevor er sich verabschiedet, gibt er uns noch ein paar Tipps mit auf den Weg und schwärmt von den Highlights, die uns auf dem GeoRadweg Altmühltal heute noch erwarten. Genau diese ungeplanten, herzlichen Begegnungen machen das Reisen auf zwei Rädern doch aus.






Vom Schotter-Glück zum Altmühltal-Radweg
Weiter geht es durch das Röglinger Tal, vorbei am Dreiländereck, bis unsere Route schließlich auf den klassischen Altmühltal-Radweg trifft. Und hier verändert sich die Szenerie komplett. Man erwartet in dieser sanften, idyllischen Flusslandschaft eigentlich keine steilen Klippen, und plötzlich ragen sie vor einem auf: die gewaltigen, hellen Kalksteinfelsen, die Zeugen der urzeitlichen Jurameer-Landschaft sind.
An der Mühlbergleite und dem imposanten Burgsteinfelsen müssen wir einfach anhalten. Wir steigen von den Rädern, legen die Köpfe in den Nacken und staunen. Ein absolutes Naturdenkmal, das uns flussabwärts bis nach Eichstätt begleitet. In Eichstätt angekommen, merken wir die Kilometer in den Beinen – Zeit für Belohnung! Wir suchen uns ein gemütliches Café, genießen die warme Nachmittagssonne und lassen es uns bei einem richtig gutem Espresso erst einmal gut gehen. Danach geht es zum Check-in ins Hotel Adler. Das barocke Gebäude liegt mitten in der Altstadt, und das Team ist super fahrradfreundlich: Die Bikes verschwinden sicher im Fahrradkeller, und wir bekommen direkt eine Handvoll Insider-Tipps für die Stadt an die Hand.



Barock trifft junge Vibes in Eichstätt
Den frühen Abend nutzen wir für einen Spaziergang durch Eichstätt. Die Stadt überrascht mich total: Überall stehen wunderschöne, barocke Gebäude und herrschaftliche Häuser, aber durch die Universität ist die Stimmung unglaublich jung, lebendig und erfrischend. Es bewegt sich was in den Gassen! Wir schauen noch kurz im Informationszentrum Naturpark Altmühltal in der ehemaligen Klosterkirche vorbei. Dort wird die Natur- und Erdgeschichte der Region richtig interaktiv erklärt – und wir verstehen plötzlich viel besser, durch welch historischen Meeresgrund wir da eigentlich den ganzen Tag geradelt sind.



Zum Abschluss des Tages zieht es uns ins urige Wirtshaus „Zum Gutmann“. Nach einem langen Tag im Sattel stoßen wir mit dem prämierten, süffigen Gutmann-Bier auf unser erstes großes Bikepacking in Bayern-Abenteuer dieses Jahres an. Dazu gibt es eine absolute Entdeckung: eine Art regionaler Flammkuchen aus dickerem Teig, üppig belegt mit frischem Frühlingsspargel. Saisonal, regional und einfach unfassbar lecker. Die Beine sind müde, der Bauch ist voll und der Kopf voller Bilder von Felsen und Rapsfeldern. Was für ein Auftakt!




GeoRadweg Altmühltal Bikepacking | Etappe 1 | Wemding – Eichstätt
Zweiter Tag auf dem GeoRadweg im Altmühltal: 147 Millionen Jahren Erdgeschichte
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Adler starten wir nicht direkt auf dem GeoRadweg, sondern meistern erstmal den steilen Anstieg zur hinauf zur mächtigen Willibaldsburg. Die Burg thront majestätisch über Eichstätt und beherbergt das Jura-Museum. Für mich als Natur- und Outdoor-Liebhaberin ein absoluter Pflichtstopp.
Hier wird die Erdgeschichte greifbar: Vor rund 147 Millionen Jahren erstreckte sich genau hier, wo wir heute Rad fahren, das subtropische Jurameer. Die Fossilien, die man im Museum bestaunen kann, sind so unglaublich gut erhalten, dass es uns kurz die Sprache verschlägt. Man sieht fast jede Feder des berühmten Urvogels Archaeopteryx! Bevor wir die Räder endgültig startklar machen, schlendern wir noch durch den Bastionsgarten direkt an der Burg. Zwischen den historischen Pflanzen, die hier teils seit dem 16. Jahrhundert gehegt werden, kommt sofort ein herrlich mediterranes Italien-Gefühl auf.





Landschaftskino auf dem GeoRadweg Altmühltal
Als wir wieder auf die Gravelbikes steigen, merken wir schnell: Schnell vorankommen ist heute nicht. Das liegt nicht an den Beinen, sondern an der Kulisse. Der GeoRadweg im Altmühltal zieht am Vormittag alle Register. Die Landschaft verändert sich gefühlt alle paar Kilometer. Wir rollen vorbei an den typischen Trockenrasenhängen der Gungoldinger Wacholderheide, während neben uns der Fluss glitzert und das leuchtende Gelb der Rapsfelder einen genialen Kontrast zu den hellen Felsen bildet. Als dann die Arnsberger Leite vor uns aufragt – eine gigantische, steile Felswand –, müssen wir einfach wieder anhalten und schauen.




Zur Mittagspause stoppen wir am Kratzmühlsee. Wir packen am Steg unser Lunchpaket, das wir aus dem Hotel mitgenommen haben, aus und genießen die Sonne. Danach nehme ich mir fest vor: „Jetzt müssen wir aber mal ein bisschen Gas geben, wir haben schließlich noch einige Kilometer vor uns!“ Spoiler: Das hat genau null geklappt. Denn nur sechs Kilometer weiter rollen wir durch Beilngries – und die historische Altstadt mit ihren wunderschönen alten Gebäuden und den mittelalterlichen Stadttürmen zieht uns sofort wieder in ihren Bann. Das ist das Schöne am Bikepacking in Bayern: Man rollt eben nicht nur durch pure Natur, sondern stolpert immer wieder über diese charmanten, historischen Kultur-Perlen.
Danach schaffen wir es aber tatsächlich, ein bisschen Strecke zu machen. Der Weg wird wunderbar flach, wir rollen erst ein Stück an der Altmühl entlang und biegen dann auf den Radweg parallel zum Main-Donau-Kanal ab. Kurz vor Riedenburg verlassen wir schließlich die Hauptroute und biegen ins idyllische Schambachtal ab, um unserem Tagesziel Hexenagger entgegenzusteuern.







Übernachtung im Tiny House im Schambachtal
Nach gut 80 Kilometern im Sattel kommen wir am Tiny House mini mal anders an – und sind vom Fleck weg schockverliebt. Der Gastgeber Robert empfängt uns herzlich und erzählt uns ein wenig die Geschichte hinter diesem Rückzugsort. Das Grundstück gehörte seinen Eltern, das alte Haus darauf wurde abgerissen und Platz für dieses nachhaltige Design-Tiny-House gemacht. Robert hat fast alles in Eigenregie gebaut, und man spürt das Herzblut in jedem winzigen Detail. Alles ist extrem durchdacht: Es gibt eine gemütliche Schlafnische, eine voll ausgestattete Küche (sogar mit einer kleinen Spülmaschine!), ein geräumiges Bad und eine zweite Etage mit einem weiteren Bett unter dem hellen Holzdach. Das Verrückte? Das einzige Plastik im ganzen Haus sind die Steckdosen. Alles andere besteht aus rein natürlichen Materialien.
Das absolute Highlight wartet aber draußen auf der gigantischen Terrasse mit direktem Blick auf das Schloss Hexenagger: ein Badezuber (Hot Tub), der komplett ohne Chlor oder Chemie auskommt. Das Wasser wird frisch eingelassen, mit Holz beheizt und nach der Nutzung komplett als Gießwasser für den Garten verwendet. Nach so vielen Stunden auf dem Gravelbike gibt es absolut nichts Besseres, als sich in das heiße Wasser sinken zu lassen und die Muskeln zu entspannen.







Herzliche Wirtshauskultur und Lagerfeuer zum Tagesabschluss
Abends schwingen wir uns noch einmal kurz auf die Räder und rollen zum nahegelegenen Landgasthof Schneider in Buch. Ein echter Familienbetrieb, der uns kulinarisch komplett umhaut: Es gibt unglaublich gute hausgemachte Foccaccia mit Burrata und einen vegetarischen Burger Bayern-Style mit frischem Spargel. Die Wirtsleute sind unfassbar herzlich. Als sie hören, was wir machen, erzählen sie uns begeistert von ihren eigenen Ausflügen im Altmühltal und betonen, wie sehr sie sich freuen, wenn junge Leute mit dem Gravelbike die Region entdecken.
Zurück am Tiny House zünden wir uns auf der Terrasse noch ein kleines Lagerfeuer an. Wir sitzen unter den Sternen, schauen hinüber zum beleuchteten Schloss und lassen diesen perfekten Tag beim Knistern der Flammen ausklingen. So fühlt sich echtes Bikepacking-Glück an.


GeoRadweg Altmühltal Bikepacking | Etappe 2 | Eichstätt – Hexenagger
Dritter Tag auf dem GeoRadweg im Altmühltal: Höhlenzauber und großes Finale auf dem Wasser
Eigentlich stand im Programm, dass wir zum Frühstücken nach Riedenburg rollen. Aber das Tiny House ist einfach viel zu gemütlich, um sofort fluchtartig aufzubrechen. Weil uns Gastgeber Robert erzählt hat, dass der Dorfladen nebenan schon um 7:30 Uhr öffnet, disponieren wir kurzerhand um. Ich hole frische Brötchen, Käse, Obst und Gemüse, während Markus im Haus schon den Kaffee aufsetzt. Noch ein letztes Mal sitzen wir auf der riesigen Terrasse, frühstücken entspannt und genießen den Blick hinüber zum Schloss Hexenagger. Was für ein Start in den Tag!


Als wir die Gravelbikes schließlich bepacken und losrollen, fängt es leicht an zu regnen. Aber ehrlich gesagt: Das stört uns überhaupt nicht. Die tief hängenden Wolken über dem Schambachtal verleihen der Landschaft eine unglaublich mystische, coole Stimmung. Unser erster Stopp bringt uns zurück nach Riedenburg, wo wir von der alten Brücke einen genialen Blick auf die Drei-Burgen-Stadt haben.
Über den „Tatzelwurm“ und hinein in die Unterwelt
Weiter geht es im Flusslauf Richtung Essing. Hier wartet die nächste spektakuläre Holzkonstruktion auf uns: der „Tatzlwurm“. Mit fast 190 Metern Länge ist sie eine der längsten Holzbrücken Europas. Befahren darf man sie zwar nicht, aber das Drüberschieben der Räder nutzen wir ohnehin für ein paar ausgiebige Fotostopps über dem Main-Donau-Kanal.



Kurz hinter Essing biegen wir ab – und jetzt wird es sportlich. Es geht hoch zur Tropfsteinhöhle Schulerloch. Der Weg dorthin ist eine brutal steile Rampe, auf der man die Bikes nicht komplett fahren darf. Aber die Mühe lohnt sich komplett: Die Höhle flasht uns total! Die Führungen starten jede halbe Stunde, sodass man super spontan reingucken kann. Wir tauchen ein in eine andere Welt, die rund anderthalb Millionen Jahre alt ist und 55 Meter tief in den Jurafels führt. Das absolute Highlight im Inneren ist das einzigartige Sinterbecken – ein freistehendes, becherförmiges Wasserbecken, das es so in keiner anderen Schauhöhle weltweit gibt. Bevor wir wieder ans Tageslicht treten, gibt es noch eine spektakuläre Projektion an den Höhlenwänden zu sehen. Nach diesem Unterwelt-Abenteuer gönnen wir uns im zugehörigen Café erst einmal ein Heißgetränk zum Aufwärmen.



Fotos: (c) Tropfsteinhöhle Schulerloch
Die letzten Kilometer nach Kelheim und steiler Aufstieg nach Kloster Weltenburg
Das letzte Stück des GeoRadweg Altmühltal führt uns schließlich nach Kelheim. Auf dem Weg dorthin haben wir einen fantastischen Blick auf die pompöse Befreiungshalle, die über die Donau thront. Doch Kelheim meint es noch mal wissen zu wollen: Ein brutal steiler Berg zwingt uns im Wiegetritt alles ab, aber die anschließende Abfahrt hinunter zur Donau entschädigt für jeden Tropfen Schweiß – es geht auf einem richtig genialen Waldweg im Highspeed bergab.
Und dann stehen wir am Ziel: Kloster Weltenburg, gelegen direkt am Eingang der Weltenburger Enge. Gegründet im frühen 7. Jahrhundert gehört es zu den ältesten Klöstern Bayerns. Aber viel wichtiger für hungrige und durstige Bikepacker: Hier befindet sich die älteste Klosterbrauerei der Welt! Seit dem Jahr 1050 wird hier Bier gebraut. Wir sichern uns einen Tisch in der Klosterschenke, bestellen uns ein gigantisch gutes Essen und stoßen mit dem legendären, süffigen Weltenburger Barock Dunkel auf unsere drei Tage Bikepacking in Bayern an.




Das große Finale: Per Schiff durch den Donaudurchbruch
Um 14:00 Uhr setzen wir der Tour die sprichwörtliche Krone auf. Wir verladen die Gravelbikes auf das Passagierschiff und treten die Rückfahrt nach Kelheim auf dem Wasserweg an. Die Fahrt durch das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge und den berühmten Donaudurchbruch ist der Wahnsinn. Nach den Tagen im Sattel legen wir die Beine hoch, lassen uns den Fahrtwind um die Nase wehen und schauen ehrfürchtig nach oben, wo die hellen Kalkfelswände bis zu 70 Meter senkrecht aus dem Wasser ragen.
Hinter uns liegen drei Tage voller Schotterglück, überraschender Landschaften, herzlicher Begegnungen und perfekter Natur-Auszeiten. Das Altmühltal hat sich von seiner absolut besten und vielseitigsten Seite gezeigt – ein Bikepacking-Trip, der definitiv noch lange nachwirken wird!



