Deine Hüttenwanderung planen & vorbereiten

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Wenn du nach einem unvergesslichen Outdoor-Erlebnis in den Bergen suchst, ist eine Hüttenwanderung eine fantastische Möglichkeit. Die Schönheit der Natur erleben, beeindruckende Berglandschaften erkunden und in gemütlichen Hütten übernachten: ich finde Hüttenwandern ein einzigartiges Erlebnis. Damit deine Hüttentour ein voller Erfolg wird, ist jedoch eine gründliche Planung unerlässlich. In diesem Artikel gebe ich dir eine umfassende Anleitung und teile nützliche Tipps zur Planung deiner Hüttentour. Alle Informationen in diesem Beitrag basieren auf meinen eigenen Erfahrungen mit Hüttenwanderungen.

Vorbereitung für eine Hüttenwanderung in den Alpen

Bevor du deine Wanderschuhe schnürst und eine Hüttenwanderung machst, solltest du sicherstellen, dass du gut vorbereitet bist. Hier sind die Schlüsselkomponenten:

Die beste Jahreszeit für eine Hüttentour

Die meisten Hütten öffnen im Juni öffnen ihre Türe. Die exakten Öffnungszeiten findet man meistens bequem im Internet auf den jeweiligen Homepages der Hütten. Besonders in den Hochgebirgsregionen beginnt die Saison oft spät, da der Schnee bis in die Sommermonate hineinliegen kann. Meine Hüttentour in Oberstdorf habe ich z.B. schon Mitte Juni gemacht und da habe ich einige Altschneefelder queren müssen. Die Hütten in den bayerischen Voralpen hingegen öffnen meistens schon früher oder sind sogar das ganze Jahr geöffnet. Achte darauf, dass die später im Sommer länger Tageslicht hast und dementsprechend auch längere Touren planen kannst als früher im Jahr.

Planung der Route für deine Hüttenwanderung

Die Auswahl der richtigen Route ist entscheidend für eine gelungene Wanderung. Bevor die Tour überhaupt starten kann, sollte sorgfältig überlegt werden, welche Strecke am besten geeignet ist. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie die persönliche Wandererfahrung, die eigene Kondition und natürlich auch die Jahreszeit. Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und Erfahrung im Umgang mit alpinem Gelände sind hierbei entscheidende Aspekte, die beachtet werden müssen, um eine sichere und angenehme Wanderung zu gewährleisten. Berückstichtige dabei auch deine Wanderbegleitung. Die Strecke sollte so gewählt werden, dass auch das schwächste Gruppenmitglied sie ohne Überforderung gehen kann.

Hüttenwanderung planen komoot
Eine Hüttenwanderung in komoot planen

Um die passende Route zu finden, stehen verschiedene Informationsquellen zur Verfügung. Ich plane meine Hüttenwanderungen meistens mit komoot. Im Tourenplaner von komoot gibt es eine Funktion, womit man eine Route auf mehreren Tagen verteilen kann. Zusätzliche Informationen hol ich mir von Online-Plattformen wie alpenvereinaktiv.com. Auch Kartenmaterial, wie es vom Alpenverein in den Maßstäben 1:50.000 und 1:25.000 angeboten wird, kann bei der Planung einer Hüttentour äußerst hilfreich sein.

Es ist wichtig, die Gehzeiten je nach Länge, Wegebeschaffenheit und Höhenlage der Etappen zu berücksichtigen. Eine Etappe von 10 km klingt vielleicht recht kurz, kann aber richtig anstrengend sein, wenn 1000 Höhenmeter und einige schwierige Kraxelpassagen zu bewältigen sind. Auch Pausen und Pufferzeiten sollten berücksichtigt werden. Du willst unterwegs bestimmt auch Zeit zum Genießen haben!

Eine Hüttenwanderung buchen

Informiere dich auch über die Zahlungs- und Stornierungsrichtlinien der Hütten, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Eine Stornierung ist meistens mit Kosten verbunden. Ich empfehle dir, immer bei der Hütte Bescheid zu geben, wenn du nicht kommst. Auch wenn du sehr kurzfristig absagen musst. Das Hüttenteam plant das Essen und die Übernachtung anhand der Reservierungen und vielleicht freut sich ein anderer Bergsteiger über den freigewordenen Platz. Achte auch darauf, dass man in vielen Hütten nur bar bezahlen kann.

Aus Erfahrung weiß ich, dass das Buchen einer Hüttenwanderung eine ziemlich schmerzhafte Erfahrung werden kann. Verschiedene Hütten arbeiten mit verschiedenen Buchungssystemen und manchmal kann man auch per Mail oder telefonisch reservieren. Und wenn sich dann herausstellt, dass eine Hütte auf der Strecke keinen Platz hat… Dann fängt die Planung wieder von vorne an. Ich kann dir aber sagen: es lohnt sich! Sobald die Planung fix ist, heißt es nur noch: hüttenwandern und genießen.

Spontan Hütte buchen Tool Alpenverein
Last-Minute-Hüttenbett

Du hast die Strecke geplant? Dann müssen nun die Hütten gebucht werden. Bei vielen Hütten kann man online buchen, manchmal auf der eigenen Webseite, manchmal über das Buchungssystem der Alpenvereinen. Achte darauf, frühzeitig zu buchen, besonders in der Hochsaison. Einige Hütten erlauben auch eine spontane Anmeldung vor Ort. Davon würde ich persönlich aber nie ausgehen.

💡Ganz spontan eine Hüttenübernachtung buchen? Das Tool „Last-Minute-Hüttenbett“ vom Alpenverein zeigt auf einer Karte, welche Hütten heute, morgen oder übermorgen noch frei Plätze haben. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es sich lohnt, mal in den Tool reinzuschauen. Ich habe dadurch im Winter spontan eine 2-Tagestour im Allgäu machen können, bei schönstem Winterwetter.

Mitgliedschaft in einem Alpenverein

Für alle, die planen, in Zukunft mehrere Hüttenwanderungen zu unternehmen, könnte eine AV-Mitgliedschaft eine Überlegung wert sein. Mitglieder profitieren von vergünstigten Übernachtungspreisen in AV-Hütten. Die DAV-Mitgliedschaft gilt übrigens international. Derzeit ist deine Mitgliedschaft auch außerhalb Deutschlands gültig, einschließlich Hütten des Österreichischen Alpenvereins und des Alpenvereins Südtirol, sowie auf über 1.300 weiteren Hütten in der Schweiz, Liechtenstein, Frankreich, Italien, Spanien, Slowenien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden. Darüber hinaus bieten AV seinen Mitgliedern die Gelegenheit, an verschiedenen Lehrgängen teilzunehmen.

Kosten einer Hüttenwanderung

Kommen wir mal zu der finanziellen Seite deiner Hüttentour: wie teuer ist eine Hüttenwanderung? Die Kosten einer Hüttenwanderung setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Neben der Ausrüstung solltest du die Übernachtungsgebühren in den Hütten, Verpflegung und eventuelle Transportkosten berücksichtigen. Die Preise variieren je nach Standort und Komfort der Hütten. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass man für die Übernachtungen auf einer Hüttentour etwa zwischen 12 € (Schlafsaal, AV-Mitglied) und 30 € (Zwei- oder Vierbettzimmer, AV-Mitglied) pro Person einplanen sollte. Es gibt auch private Hütten, die viel teurer sind: Manchmal kann eine Übernachtung dort bis zu 50 € pro Nacht kosten. Wenn man bereits im Voraus Verpflegung, Snacks und das eine oder andere Getränk für die Hütte einkauft, belaufen sich die Gesamtkosten pro Person auf etwa 200 Euro. Durch eine sorgfältige Planung und das Mitbringen eigener Verpflegung für das Mittagessen lassen sich sicherlich noch zusätzliche Einsparungen erzielen.

Beispiel: Kosten meiner Hüttenwanderung in den Lechtaler Alpen

Es folgt eine Kostenkalkulation meiner viertägigen Hüttentour in den Lechtaler Alpen. Ich bin AV-Mitglied und habe in Mehrbettzimmern übernachtet. Die Kosten für die Anreise und eventuelle Parkkosten sind in meiner Kalkulation nicht enthalten, da diese stark von der jeweiligen Wanderung und den individuellen Gegebenheiten abhängen.

Snacks/Riegel einkaufen: 15,-€ pro Person
Übernachtung im Matratzenlager AV-Mitglied Hanauer Hütte: 12,-€
Abendessen à la carte auf der Hanauer Hütte inkl. Softgetränk und heiße Schoko: 19,50 €
Frühstück Hanauer Hütte: 15,-€
Übernachtung im Matratzenlager AV-Mitglied Wüttemberger Haus: 11,-€
Halbpension Württemberger Haus: 38,-€
Getränke Württemberger Haus: 7,-€
Kaffee & Kuchen Steinseehütte: 9,50€
Übernachtung im Matratzelanger AV-Mitglied Steinseehütte: 11,-€
Halbpension Steinseehütte: 39,-€
Getränke Seinseehütte: 6,50€

Gesamtpreis Hüttentour pro Person: 183,50€

Ausrüstung: das solltest du auf einer Hüttenwanderung dabei haben

Achte darauf, dass du alle erforderlichen Ausrüstungsgegenstände dabei hast, um auf unterschiedliche Wetterbedingungen und Geländearten vorbereitet zu sein. Dazu zählen…

  • wetterfeste Kleidung
  • geeignetes Schuhwerk
  • Rucksack
  • (Hütten)Schlafsack, inkl. Kissenbezug
  • Hüttenschlappen
  • Stirnlampe, am besten inkl. Rotlicht um im Schlafsaal nachts den Weg zu finden
  • Karten, GPS-Gerät, Handy mit Wander-App
  • Erste-Hilfe-Set (Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, Notfall-Biwaksack, Schmerzmittel, etc.)
  • Sonnenschutz (Creme, Kappe)
  • Trekkingstöcke
  • Handtuch
  • Kulturbeutel
  • Bargeld
  • Ausreichend Verpflegung für die gesamte Tour
  • Wasserflaschen, mindestens 2 Liter

#Hüttenleben: So läuft die Zeit auf der Berghütte ab

Eine Berghütte ist der Ort, an dem sich viele verschiedene Bergsportler nach einem langen Tag in der Natur treffen. Wenn du gebucht hast, weist dir das Hüttenteam in der Regel gleich deinen Schlafplatz zu. Wenn du dies nicht schon bei der Buchung angegeben hast, wird dich ein Mitarbeiter fragen, ob du Abendessen, Frühstück oder Halbpension möchtest. Die Schuhe und die nassen Sachen müssen im Trockenraum abgestellt werden. Den Rucksack kannst du in der Regel an deinem Schlafplatz lassen. In den meisten Berghütten wird das Abendessen zu einer festen Zeit serviert. Dann setzen sich alle gemeinsam an den Tisch. Danach bleibt noch Zeit, um zu lesen, ein Spiel zu spielen oder früh ins Bett zu gehen. Ab einer bestimmten Uhrzeit ist Hüttenruhe angesagt: Dann müssen alle still sein. Am nächsten Morgen wird das Frühstück zu einer bestimmten Zeit serviert. Wer das nicht vor dem Frühstück getan hat, muss danach seinen Rucksack packen und sein Bett machen. Dann beginnt der nächste Wandertag!

Grundregeln auf Berghütten

Die Betreiber von Hütten befinden sich in einer einzigartigen Situation, da sie aufgrund ihrer abgelegenen Lage einen begrenzten Zugang zu Ressourcen wie Nahrung, Wasser, Elektrizität und Arbeitskraft haben.

Um sicherzustellen, dass der reibungslose Ablauf nicht gestört wird und um allen Gästen eine angenehme Erfahrung zu ermöglichen, sollten bestimmte Verhaltensregeln von allen beachtet werden. Jede Hütte hat seine eigenen Regeln, aber diese Dinge sind aus meiner Erfahrung auf jeder Berghütte wichtig:

  • Wasser & Strom: Hütten sind oft einfach ausgestattet und es gibt begrenzte Ressourcen wie Wasser und Strom. Achte daher auf sparsamen Umgang mit Wasser und Energie. Wenn es überhaupt Duschen gibt, musst du dafür meistens extra bezahlen. Die Preisen variieren, sind aber häufig ca. 1-3€ für 3-5 warmes Wasser. Manche Hütten verlangen auch einen kleinen Beitrag, wenn du dein Handy usw. laden möchtest.
  • Müllentsorgung und Sauberkeit: Hütten verfügen oft nicht über Mülleimer für Gäste, weil die Müllentsorgung zeit- und kostenintensiv ist. Nimm bitte deinen Müll wieder mit ins Tal. Es ist daher ratsam, eine Plastiktüte oder ähnliches mitzunehmen, in der dein Müll bis ins Tal Platz hat.
Outdoor-Douche Württemberger Haus Lechtal
Outdoor-Dusche beim Württemberger Haus
  • Schlafsack und Hüttenschlappen: In vielen Hütten ist ein eigener Schlafsack erforderlich. Informiere dich im Voraus über die Ausstattung der Hütte und bringe diese Utensilien mit, um hygienische Standards zu gewährleisten. In vielen Hütten stehen Hüttenschlappen zur Verfügung, aber du kannst auch deine eigenen mitbringen. Deine Wanderschuhe solltest du im Trockenraum abstellen.
  • Verpflegung:Informiere dich vorab über die Verpflegungssituation auf der Hütte. Einige Hütten bieten Vollverpflegung an, während in anderen Selbstversorgung notwendig ist. Zudem gibt es oft sehr enge Zeitfenster für Mahlzeiten, insbesondere für Frühstück und Abendessen. Es ist üblich, dass nach 19 Uhr keine warmen Mahlzeiten mehr angeboten werden. In machen Hütten ist Halbpension die einzige Möglichkeit, abends noch eine warme Mahlzeit zu bekommen, weil nach einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr à la carte bestellt werden kann.
  • Hüttenruhe: Verhalte dich ruhig, insbesondere während der Ruhezeiten ab meist 21:30 oder 22:00 Uhr. Wenn Hüttenruhe herrscht, gibt es meistens auch kein Licht mehr. Falls du nachts auf Toilette musst, ist eine Stirnlampe ganz praktisch.

Wetter in den Bergen

Das Wetter in den Bergen kann sich rasch ändern, weshalb es von großer Bedeutung ist, regelmäßig die Wettervorhersage zu überprüfen – sowohl vor als auch während der Tour. Plane entsprechend und stelle sicher, dass du die richtige Kleidung und Ausrüstung dabei hast, um auf verschiedene Wetterbedingungen vorbereitet zu sein. Bedenke dabei, dass das Wetter in den Bergen unvorhersehbar sein kann. Es ist ratsam, flexibel zu bleiben und angemessen auf plötzliche Wetteränderungen zu reagieren.

Hüttenwanderung Wetter Berge App
Wetter in der Bergfex-App

Diese Wetter-Apps und -webseiten nutze ich gerne, weil sie aus meiner Erfahrung am zuverlässigsten sind:

Sicherheitsvorkehrungen, Notfallvorsorge & -nummern 

safety first. Klischee, aber bei Hüttentouren definitiv wahr. Bei der Planung und Durchführung einer Hüttentour sollte stets die Sicherheit an erster Stelle stehen. Informiere dich und achte auch auf folgende Punkte:

  • Informiere andere über deine Tourenpläne (zu Hause und eintragen im Tourenbuch in den Hütten!)
  • Achte auch auf eventuelle Warnschilder oder Gefahrenhinweise vor Ort
  • Verlasse dich nicht komplett auf die Anzeige in den Wanderapps, sondern informiere dich auch bei den Mitarbeitern in der Hütte und anderen Experten vor Ort über den Zustand des Weges.
  • Informiere dich über spezielle Notrufnummern in der Region (siehe unten)
  • Stelle sicher, dass du über grundlegende Erste-Hilfe-Kenntnisse verfügst 
  • Nehme ein vollständiges Erste-Hilfe-Set mit (regelmäßig kontrollieren und ergänzen/austauschen)

Da Empfang nicht immer gegeben ist, ist es eine Überlegung wert, auch ein Notfall GPS Gerät mitzunehmen. Mit Tools wie diesem kannst du in jeder Notlage und Situation Hilfe holen.

Hüttenwanderung Planen Sicherheit SOS EU ALP
SOS EU ALP

Unter folgenden Notrufnummer kannst du Hilfe holen:

  • Deutschland: 112
  • Österreich Alpin Notruf: 140 
  • Bayern, Österreich und Südtirol: Notfall-App SOS-EU-ALP
  • Italien & Südtirol: 112
  • Schweiz: Mit Schweizer SIM-Karte: 1414 / ohne: 0041-333-333-333
  • Frankreich: 112
  • Lichtenstein: 117
  • Slowenien: 112

Inspiration für deine nächste Hüttenwanderung

Fiderepasshütte Allgäu Hüttentour Oberstdorf

3-tägige Hüttentour in Oberstdorf (Allgäu)

Sind es die langen Wandertage, die Sonnenuntergänge, die Spieleabende auf der Hütte, der Kaiserschmarrn, der fehlende Handyempfang oder die ruhigen Morgenstunden? Oder machen all diese Dinge zusammen den Zauber einer Hüttenwanderung aus? So oder so, wir haben bei dieser Hüttentour in den Allgäuer Alpen alles erlebt.

Salzburger Almenweg 3 Tage Hüttentour Österreich Anfänger

3-tägige Hüttentour im SalzburgerLand

Wenn du eine 3-tägige Hüttenwanderung in Österreich machen möchtest, kannst du sehr gut einen Teil des Salzburger Almenwegs gehen. Ich habe fünf Etappen (22 bis 26) gewählt und daraus eine dreitägige Hüttentour auf dem Salzburger Almenweg gemacht. Diese Hüttenwanderung ist für Anfänger mit Bergwandererfahrung geeignet.

2-Tageswanderung mit Übernachtung Gastein Gamskarkogelhütte Österreich

2-Tageswanderung mit Übernachtung Gamskarkogel

Auf geht’s zum Gamskarkogel! Dieser Gipfel thront hoch über das Gasteinertal, ist der höchste Grasberg Europas und bietet eine geniale 360-Aussicht auf die Salzburger Alpen. Und: es gibt eine tolle Berghütte zum Übernachten. Aber fangen wir in Bad Hofgastein an, wo die 2-Tageswanderung mit Übernachtung auf der Gamskarkogelhütte startete. Die Tour ist toll für diejenigen, die sich langsam an das Thema Hüttenwandern herantasten möchten und einen langen Aufstieg nicht scheuen.

Gufelsee Lechtaler Alpen Tirol Hüttentour 4 Tage Österreich

4 Tage in den wilden Lechtaler Alpen

Das Lechtal im österreichischen Bundesland Tirol bildet die Grenze zwischen den Allgäuer und Lechtaler Alpen. Vier Tage bin ich von Hütte zu Hütte in der Gebirgskette auf der Ostseite des Tals gewandert: den Lechtaler Alpen. Die wilde Landschaft wird geprägt von hohen Gipfel, glasklaren Seen und gerölligen Hängen. Wer gerne im Hochgebirge unterwegs ist, wird auf einer Hüttentour in den Lechtaler Alpen auf jeden Fall Spaß haben. Diese Hüttenwanderung ist nicht für Anfänger geeignet.

FAQ – Hüttenwanderung planen

Was ist eine Hüttenwanderung

Unter einer Hüttenwanderung versteht man eine mehrtägige Bergwanderung, bei der du statt im Zelt oder im Hotel in Berghütten übernachtest.

Wann kann man eine Hüttenwanderung machen?

Die beste Jahreszeit für eine Hüttentour ist von ca. Juni bis September, weil die meisten Hütten dann geöffnet sind. Manche Hütten sind ganzjährig geöffnet.

Was kostet eine Hüttenwanderung?

Wie so oft lautet die Antwort: das kommt drauf an. Schläfst du im Lager oder im Doppelzimmer? Buchst du Halbpension oder nimmst du Essen mit? Als AV-Mitglied kriegst du Rabatt. Für meine 4-Tagestour im Lechtal habe ich ca. 180€ ausgegeben. In diesem Beitrag findest du meine Kostenberechnung.

Welchen Rucksack brauche ich für eine Hüttenwanderung?

DEN Rucksack für Hüttentouren gibt es nicht. In den meisten Fällen reicht für Hüttenwanderungen im Sommer ein Volumen von 30-35 Liter. Ich habe bisher alle meine Hüttentouren mit dem Osprey Tempest Pro* gemacht.

Was brauche ich für eine Hüttenwanderung?

Die einfache Antwort: Wanderschuhe, Kleidung, einen Hüttenschlafsack und einen Rucksack. Die ausführliche Antwort auf diese Frage findest du in meiner Packliste für Hüttentouren.

Welche Schuhe brauche ich für eine Hüttenwanderung?

Die Schuhe, die du auf anderen Bergwanderungen auch trägst. Hüttentouren im Hochgebirge (aber ohne Steigeisen) mache ich mit Hanwag Tatra GTX, leichte Touren auf Hanwag Makra Pro Low. Falls Steigeisen erforderlich sind, ziehe ich die Hanwag Sirius an.

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