Mit komoot die Natur schützen: Hike & Learn im Allgäu

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Was wir schätzen, schützen wir gerne. Im Naturerlebnis selbst wächst das Bewusstsein für Naturschutz. Also: rausgehen und erleben! Natürlich am besten auf einer Weise im Einklang mit der Natur. Komoot unterstützt bei der verantwortungsvollen Tourenplanung. Beim Hike & Learn-Wochenende im Allgäu durfte ich das zusammen mit anderen Bloggern und Influencern erfahren.

Werbehinweis: Dieser Artikel enthält Werbung für meinen Kooperationspartner komoot, der mich zu dieser Reise eingeladen hat. Alles, was du in diesem Artikel liest, beruht auf meinen eigenen Erfahrungen und Meinungen.

Mit Ranger Florian auf Tour im Naturpark Nagelfluhkette

Wir hüpfen am Wanderparkplatz Gunzesried ein bisschen hin und her um warm zu bleiben. Inzwischen erzählt uns Ranger Florian, was wir heute erwarten können: „Das tolle im Naturpark Nagelfluhkette ist, dass man schnell vom Ort in die Natur kommt“, deutet auf einen Bauernhof etwa 500 Meter Luftlinie entfernt, „Das ist das letzte Haus, danach gibt’s nur noch Natur.“ Die eine oder andere zieht doch noch eine Regenhose an oder eine Hülle über den Rucksack und dann geht es los. Erstmal ein ganzes Stück bergauf bis Florian am Waldrand stehen bleibt. Vor uns liegt eine Wiese mit hohem Gras und vielen verschiedenen Blümchen. „Was wäre hier, wenn die Fläche nicht bewirtschaftet würde?“ fragt Florian. Die Antwort: 99% Wald. An sich nicht schlecht, wenn es ein Mischwald oder ursprünglicher Urwald wäre. Aber die Realität sieht leider oft anders aus: Fichtenwälder, die aktuell durch Borkenkäfer und Klimaveränderung rasant sterben.

Biodiversität sorgt für Gleichgewicht

„Extensiv bewirtschaftetes Offenland, wie viele Almwiesen hier sind, sind ein Paradebeispiel für eine biodiverse Landschaft“, erzählt Florian. Eine Kulturlandschaft ist das, keine Naturlandschaft. Als Vergleich: auf einem Maisfeld sind etwa 3 bis 5 verschiedene Pflanzenarten zu finden, auf einer intensiv bewirtschaftete Fläche 15 bis 30. Auf einer extensiv bewirtschafteten Wiese können es sogar 30 bis 50 Arten sein. Warum das wichtig ist? Die Natur ist nur stabil, wenn es Vielfalt gibt. „Den einen Käfer brauchen wir vielleicht nicht. Aber wenn er nicht da ist, verschwindet eine andere Art und danach wieder eine andere. Und so bricht das System langsam zusammen“, erklärt Florian. Biodiversität sorgt für Gleichgewicht.

Wir sind Gast in der Natur

Wildschutzgebiet Naturpark Nagelfluhkette

Wir wandern weiter durch den Wald und treffen auf ein Schild, der uns warnt, dass hier in den Wintermonaten der Schutzgebiet beginnt. Das heißt: nicht weiter wandern. Um solche Schutz- und Schongebiete bei der Tourenplanung schon beachten zu können, gibt komoot Hinweise dazu. Durch Sperrgebiete kann man sogar keine Touren planen. „Wir sind Gast in der Natur“, sagt Ranger Florian, „Auch als Einheimische. Ich wohne da nicht, da wohnen andere. Und deshalb sollte ich mich so verhalten, dass ich wiederkommen darf. Ich komme auch nicht in euer Wohnzimmer, wo ihr gerade ein Mittagsschlaf macht, verwüste euren Kühlschrank, gehe dann wieder und erwarte, dass ich gerne gesehen werde.“ Und eigentlich ist es so einfach: auf Wegen bleiben, seinen Müll wieder mitnehmen, Tiere in Ruhe lassen, keinen Lärm machen.

Am Gipfel vom Steineberg: die Sache mit den Geheimtipps

Wir sind mittlerweile am Gipfel vom Steineberg angekommen. Eine Aussicht haben wir wegen der Wolkenmasse nicht wirklich. Die Stimmung ist aber gut und wir tauschen uns am Gipfel aus über die Verantwortung die Reichweite auf Social Media mit sich bringt. Geheimtipps dürfen auch mal Geheimtipps bleiben. Wir müssen uns bewusst sein, dass ein Bild auf Instagram andere motivieren kann, das nachzumachen. Und zwar nicht wegen der Natur oder dem Erlebnis, sondern vielleicht auch nur, weil jemand dieses eine Bild nachmachen möchte. Deshalb: gut überlegen, was man postet und verlässliche Informationen teilen. Und ja, auch wenn man ‚nur‘ ein paar Follower online hat.

Einkehren tut nicht nur uns gut

Wir steigen die Leiter runter und gehen zur Alpe. Auch einkehren macht ein guter Gast. Denn damit unterstützt man laut Ranger Florian die Menschen, die es uns überhaupt möglich machen, hier unterwegs zu sein. Also geht’s für uns auf die Alpe Oberberg. Nach einer herrlichen Brotzeit mit vor Ort hergestelltem Käse, kriegen wir von Älpler Sebi noch einen spannenden Blick hinter den Kulissen. Er führt uns durch den Kuhstall, die Käseküche und die Lagerräumen. Beim Sehen, wie aufwendig der Prozess der Käseherstellung ist, schätze ich den Allgäuer Käse umso mehr. Danach verabschieden wir uns von Sebi und wandern die letzten Kilometer zurück ins Tal.

Wandertour: Von Gunzesried auf den Steineberg

  • Distanz: 11,7 km
  • Höhenmeter: ↗ 810 m  ↘ 810 m
  • Schwierigkeitsgrad: T1-T2 (der Leiter am Steineberg kann umgangen werden)
  • Gehzeit: 3-4 Stunden
  • Einkehr-Tipp: Alpe Oberberg
komoot Hike & Learn Naturschutz Wanderung Steineberg

Tipps für die verantwortungsvolle Tourenplanung

  1. Sei ein Teil der Natur. Sie ist nicht nur die Kulisse unserer Touren, sondern ein wichtiges Ökosystem, in dem alle Teile eine Funktion haben und in Balance sind.
  2. Geheimtipps dürfen auch mal Geheimtipps bleiben. Also: gut überlegen, bevor man etwas über seine Tour oder sein Erlebnis veröffentlicht.
  3. Unbedingt Schutz- und Schongebiete beachten. Die gewährleisten Ruhezeiten in der Natur und für Tiere. Hinweise dazu gibt es bei der Tourenplanung in komoot.
  4. Auf markierten Wegen bleiben.
  5. Lokale ‚Möglichmacher‘ unterstützen. Das fängt an beim Schließen von Weideviehtoren und reicht bis zum Einkehr auf der Alpe.
  6. Spaß haben und genießen! Durch eigene Erlebnisse erfahren wir wie schützenswert die Natur ist.
  7. Tourentipps findest du z.B. in den komoot-Collections von Naturparks und lokalen Tourismusbehörden. Orientier dich an den vorgegebenen Touren.

komoot x Naturschutz: das macht die Online-Plattform

Abends hat uns Anne Findeisen, Community Managerin bei komoot, in einem Workshop noch erzählt, wie komoot seit 2017 verstärkt am Thema Naturschutz arbeitet. Die Karten- & Routenplanungs-Daten basieren auf OpenStreetMap. Was dort hinterlegt ist, wird von den komoot-Algorithmen interpretiert und den Nutzern gezeigt. Diese wichtigen Sachen macht komoot, um eine verantwortungsvolle Tourenplanung möglich zu machen:

  • Planung und Navigation findet nur auf vorhandenen, zugänglichen Wegen statt.
  • Zugangsregelungen, Naturschutzgebieten und Hinweisen zu Schutz- und Schongebieten werden auf der Karte, bei der Planung, an Highlights und an Touren angezeigt. Offizielle Webseiten sind verlinkt.
  • Wege mit Betretungsverbot werden bei der Planung ausgespart.
  • Für Tourismusbehörden, Naturparks und alle andere Interessierte gibt es die komoot Acadamy: ein kostenloses E-Learning, um das Profil optimal, z.B. beim Thema Besucherlekung, zu nutzen.
  • Du kannst selber deinen Beitrag leisten, indem du in der App Vorschläge machst, falls die Online-Situation der Realität nicht entspricht.

Regenrunde um den Freibergsee mit Wanderleiterin Brigitte

Am nächsten Tag will der Regen nicht so wirklich aufhören. Deshalb treffen wir Wanderleiterin Brigitte erstmal im warmen Naturfreundehaus Freibergsee. Dort gibt sie uns Informationen zu den Gesetzen und Regelungen rundum Naturschutz. Wusstest du zum Beispiel, dass es aufgrund § 59 ein Betretungsrecht der freien Landschaft gibt? „Ihr habt alle bestimmt schon mal ein Verbotsschild mit ‚Privatweg‘ gesehen?“ fragt Brigitte. „Das ist nur rechtsgültig, wenn es zeitlich begrenzt und begründet wird. Alles andere könnt ihr eigentlich, naja, ignorieren“, sagt sie mit einem Lächeln. Das Betretungsrecht wurde von den Naturfreunden hart erkämpft, sodass der Freiraum für Erholungssuchenden gewährleistet wird.

Wenn der Regen aufhört, gehen wir schnell raus. Statt der ausgedehnten Tour zum Fellhorn entscheiden wir uns für eine Runde um den Freibergsee. Umso mehr Zeit bleibt, um uns auszutauschen. Über Natura2000 zum Beispiel, das europaweite Netz an Naturschutzgebieten. Aber auch über die Konflikte zwischen Radfahrer und Wanderer und über den verantwortungsvollen Umgang mit Social Media. Wenn wir durchnässt wieder am Naturfreundehaus Freibergsee ankommen, gibt uns Brigitte noch einen Tipp mit: „Nimm auch mal eine echte Karte vom lokalen Tourismusverband in die Hand oder orientier dich an die komoot-Collections von offiziellen Organisationen. Schau einfach nach, wer die Tour vorschlägt und verlass euch auf verlässliche Quellen.“

Wandertour: Runde um den Freibergsee

  • Distanz: 5,6 km
  • Höhenmeter: ↗ 150 m  ↘ 150 m
  • Schwierigkeitsgrad: T1
  • Gehzeit: 1,5 Stunden
komoot Hike & Learn Naturschutz Wanderung Freibergsee

Alle Fotos auf denen ich zu sehen bin, sind von Fotografin Vanessa Blankenagel, danke!

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