Winterwandern & Biathlon im PillerseeTal-Kitzbüheler Alpen

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Biathlon für Anfänger? Schneeschuhwandern mit Panoramablick? Ein romantischer Abendspaziergang mit Laternen und Glühwein? Das alles und mehr ist im Winter im PillerseeTal möglich! Dieses Tal befindet sich im Nordosten der Kitzbüheler Alpen, etwa 100 Kilometer westlich von Innsbruck. Es ist ein wunderschöner Teil Österreichs, der zahlreiche Wintersportmöglichkeiten abseits der Piste bietet. Das wollte ich mal ausprobieren und habe 3 Tage im PillerseeTal verbracht.

Werbehinweis: Dieser Artikel enthält Werbung für meinen Kooperationspartner Tourismusverband PillerseeTal – Kitzbüheler Alpen, der mich zu dieser Reise eingeladen hat. Alles, was du in diesem Artikel liest, beruht auf meinen eigenen Erfahrungen und Meinungen.

Einwandern: Kurze Winterwanderung zum Lauchsee in Fieberbrunn

Als ich am Nachmittag in Fieberbrunn im PillerseeTal ankomme, scheinen die Sonnenstrahlen gerade noch über die Berge. Na dann, los geht’s! Ich mache einen kurzen Winterspaziergang zum Lauchsee. Ich laufe die Piste in Fieberbrunn entlang, wo sehr viel los ist. Doch sobald ich die Piste hinter mir lasse, scheint es, als hätte ich das winterliche PillerseeTal ganz für mich allein. Der Winterwanderweg ist wirklich perfekt für eine Nachmittagsrunde, denn ich bekomme jeden letzten Sonnenstrahl ab. Nach einer halben Stunde erreiche ich den Lauchsee, einen kleinen, idyllischen Moorsee. Im Sommer ist er ein beliebter Badesee; das sumpfige Wasser soll außerdem gut für die Haut sein. Jetzt ist der See mit einer Eis- und Schneeschicht bedeckt. Ich gehe um den See herum und genieße die Aussicht auf die Berge. Von hier aus sieht man den Wilden Kaiser, die Loferer Steinberge und die Kitzbüheler Alpen. Am markantesten ist das Kitzbüheler Horn, das durch seine spitze Form und den rot-weißen Sendemast zu erkennen ist. In den nächsten Tagen werde ich noch mehr schöne Ausblicke auf die Berge haben, und diese kurze Wanderung am Anreisetag macht mich jetzt besonders neugierig darauf, das PillerseeTal im Winter zu erkunden.

Innerhalb von 1,5 Stunden zum Biathlon-Fanatiker in Hochfilzen

„Wer hat schon mal gelanglauft?“ Alle Hände gehen hoch. „Und wer ist schon mit der Skating-Technik vertraut?“ Die gleichen Hände gehen wieder runter. „Gut, dann fangen wir von vorne an“, sagt Langlauftrainer Markus und lacht. Am nächsten Morgen sind wir mit einer kleinen Gruppe auf der frisch präparierten Loipe in Hochfilzen unterwegs. Es ist fast ein bisschen schade, über die feinen Linien im Schnee zu latschen. Unsicher wechsle ich von einem Bein auf das andere. Die dünnen Latten gleiten ein wenig hin und her. Wir stehen quer zur Loipenrichtung, damit wir nicht aus Versehen abrutschen. Wir beginnen mit einer dreiviertelstündigen Techniktraining. Wir springen von links nach rechts, machen die ersten Langlaufschritte ohne Stöcke und bekommen langsam ein Gefühl für die gleitende Bewegung des Skating-Langlaufs.

Wusch, wusch, wussssch, wussssch. Ich habe die Sonne im Gesicht, spüre eine leichte Brise und genieße das Bergpanorama vor mir, während ich locker über die Loipe gleite. Bumm! Das Bergpanorama weicht dem Schnee: lachend liege ich auf dem Boden. Vielleicht doch nicht so locker? Aber der letzte Schritt des Techniktrainings sorgt für zusätzliche Stabilität auf den Latten: Wir greifen die Stöcke und lernen die 1-1-Technik. Dabei werden die Stöcke mit jedem Schritt gleichzeitig in den Boden gestoßen. Wusch, zack, wusch, zack.

Dann ist es Zeit für den zweiten Teil des Biathlons. Wir werden nun mit einer Gruppe klassischer Skilangläufer zusammengebracht, deren Trainer Gerhard das Schießen zeigt. Er legt sich auf den Bauch auf die Matte, rechtes Bein gestreckt, linkes Bein etwa im 45-Grad-Winkel, Stöcke auf dem rechten Oberschenkel. Dann stützt er sich auf die Ellbogen, nimmt das Gewehr in die Hand und schaut durch den Sucher. Paf paf paf paf paf. Fünf der fünf Klappen sind geschlossen. „So macht man das“, sagt Gerhard. Wir lachen. Das Lachen verwandelt sich in ein eher leicht nervöses Lächeln, als wir das Schießen selbst ausprobieren dürfen. Mein erster Versuch ist nicht schlecht: vier von fünf Punkten. Aber das ändert sich, wenn wir das nächste Mal einen Biathlon-Wettkampf mit Teams machen. Schnaufend lasse ich mich nach einer Runde auf der Loipe auf den Boden fallen und greife nach dem Gewehr. Mit einem sehr hohen Puls und zitternden Händen ist es plötzlich viel schwieriger zu treffen. Und dann muss man Strafrunden drehen. „Letzte Stück, Janna!“, schreit einer meiner Mitstreiter. Ich stoße seine Hand an und er düst weg. Vor 1,5 Stunden waren wir noch Biathlon-Dummies, jetzt sind wir richtige Fanatiker.

Du möchtest auch mal Biathlon ausprobieren? In Hochfilzen im PillerseeTal bietet die Nordic Academy im Winter jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Biathlon für Jedermann an. Das Training ist auch für absolute Langlauf-Anfänger geeignet. Die Ausrüstung kann vor Ort ausgeliehen werden.

Langlaufen auf den verlockenden Loipen des PillerseeTals

„Magst du noch eine Runde mitkommen?“, fragt Steffi, eine der anderen Skating-Langläuferinnen aus der Biathlon-Gruppe. „Wir gehen auf die Warmingloipe auf der anderen Seite der Bahngleisen, wo es noch schöner ist.“ Auch Dieter schließt sich an. Wir wenden die Technik an, die wir vor weniger als zwei Stunden gelernt haben. Wusch-Zack, wusch-zack. Ich bin überrascht, wie schnell man die Grundlagen des Skating-Langlaufs beherrscht und auf eigene Faust losziehen kann. Alles läuft reibungslos, bis der erste Abhang kommt. Steffi fährt scheinbar mühelos weiter, der Abstand zwischen uns wird größer und größer. Schnaufend hole ich sie ein paar Minuten später wieder ein. „Alles okay?“, fragt sie. Alles okay. Ich meine: die Sonne scheint, ich mache Langlauf, bin von Bergen umgeben und habe nette neue Leute kennen gelernt. Wie könnte es mir nicht gut gehen? Und das mit den Hängen werde ich einfach noch ein bisschen üben. Aber jetzt erst einmal: wieder runter sausen!

Im Winter bietet das PillerseeTal mehr als 100 Kilometer Langlaufloipen, sowohl im klassischen als auch im Skating-Stil. In der Loipenübersicht vom PillerseeTal ist ersichtlich, welche Loipen geöffnet sind und wie die Schneequalität ist (im Winter täglich aktualisiert).

Wanderung mit Winterpanorama zwischen Hochfilzen und Fieberbrunn

Nach dem Langlaufen könnte ich einfach mit dem Bus zurück nach Fieberbrunn fahren. Aber ich habe noch Energie und Lust, heute mehr vom Winter im PillerseeTal zu erleben. Also gehe ich über den Winterwanderweg zwischen Hochfilzen und Fieberbrunn zurück.

Die Route verläuft zunächst zwischen den Loipen geradeaus, biegt aber nach der Unterführung unter den Bahngleisen nach Westen ab. Zuerst geht es auf Asphalt durch den Ort, vorbei an den markanten Höfen „Hörlbauer“ und „Glaagut“, dann wird es eine richtige Winterwanderung. Rechts von mir ist die Buchensteinwand, der Berg, der das PillerseeTal zu einem O formt. Links von mir und vor mir habe ich während der gesamten Wanderung einen Blick auf die Berge. Wenn die Sonne scheinen würde, wäre diese Route absolut perfekt, denn ich befinde mich auf der Sonnenseite des Tals. Aber gut, die Wanderung von Hochfilzen nach Fieberbrunn ist auch bei bedecktem Himmel wunderschön. Offiziell führt der Winterwanderweg bis zum Ortsteil Rosenegg, das kurz hinter dem Ortszentrum von Fieberbrunn liegt. Hier kannst du dir das Eisstockschießen anschauen. Da es schon langsam zu dämmern beginnt und meine Muskeln nach diesem intensiven Tag zu protestieren beginnen, wandere ich bei Schönau ins Tal in Richtung Ortszentrum von Fieberbrunn.

Ob ich nach einem so intensiven Skilanglauf- und Wandertag am nächsten Tag wieder fit für den Schnee war? Ja! Voller neuer Energie – und okay, mit einem kleinen Muskelkater – machte ich mich am nächsten Tag wieder auf den Weg. Lag es an der guten Nacht im Hotel TUI Blue in Fieberbrunn, dem leckeren Essen oder der Entspannung in Pool und Sauna? Wahrscheinlich war es die Kombination. So oder so, mit Winterwanderwegen vor der Haustür und einer Bushaltestelle um die Ecke, ist dieses Hotel ein guter Ausgangspunkt für Wintersportler.

Auf Schneeschuhen durch das PillerseeTal

Winterwandern mal anders? Probier es mal mit Schneeschuhen! Mit diesen Kunststoff-Teilen unter den Wanderschuhen kann man durch eine dicke (Pulver)Schneedecke gehen, ohne bis zu den Knien einzusinken.

Zusammen mit dem Guide Alex von der S4 Snowsport in Fieberbrunn fahre ich mit der Gondel zur Mittelstation der Streubödenbahn. Dort ziehen wir unsere Schneeschuhe an und stapfen durch den Schnee zu dem Speicherteich in der Nähe der Seilbahnstation. „Es ist ein Wasserbecken, aus dem im Winter Kunstschnee gemacht werden kann“, erklärt Alex, „und im Sommer hat man einen wunderbaren Blick auf die umliegende Bergwelt.“ Durch den Wald geht es hinunter nach Fieberbrunn. Die Aussicht auf die Berge, die verschneiten Bäume und das Knirschen des Schnees machen Schneeschuhwandern zu einer lustigen und entspannenden Wintersportaktivität. Unterwegs plaudern Alex und ich über das PillerseeTal und was das Tal für ihn so besonders macht. „Das liegt am Miteinander. Die Dörfer sind wirklich miteinander verbunden und ergänzen sich gegenseitig“, antwortet Alex. Inzwischen sind wir am Lauchsee in Fieberbrunn angekommen und laufen wieder fast eben zur Talstation der Bergbahn. Doch bevor wir am Ende der Schneeschuhwanderung gekommen sind, zeigt mir Alex noch einen Hofladen: den ‚Kleinen Bauernladen‘. Hier verkaufen die Besitzer des Obinghofs hausgemachte Produkte wie Sirup, Likör und Käse. Schön, wenn man ein bisschen vom PillerseeTal mit nach Hause nehmen möchte!

Winterwanderung am zugefrorenen Pillersee

Wenn du im PillerseeTal Urlaub machst, gehört ein Besuch am Pillersee unbedingt dazu, auch im Winter. Dieser natürliche Bergsee liegt in St. Ulrich am Pillersee und entstand vor ca. 15000 Jahren, als ein Stück Berg herabstürzte und den Abfluss der Bäche aufstaute. Vom Zentrum von St. Ulrich aus gehe ich zunächst ein Stück durch ein Sumpfgebiet, überquere eine kleine Brücke und laufe dann am Ostufer des Pillersees entlang. Wenn ich so am halb zugefrorenen See entlang spaziere, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich vor 2,5 Jahren noch auf dem Pillersee stand up paddeln war. Heute ist es eisig kalt und hinter der beeindruckenden Steinplatte sind dunkle Schneewolken zu sehen. Ich beschleunige mein Tempo ein wenig, um warm zu bleiben. Auf der Nordseite des Pillersees wechsle ich auf das andere Ufer und laufe zwischen Straße und See zurück zur Bushaltestelle in St. Ulrich. Wer diese Strecke lieber auslässt, kann auch ein Stück nach Norden zur Wallfahrtskirche St. Adolari laufen und hier in den Bus nach Fieberbrunn einsteigen.

Mehr Informationen über die Pillersee-Winterrunde gibt es auf der Webseite vom PillerseeTal.

Mit einer Laterne in der Hand: Romantischer Abendspaziergang in Fieberbrunn

Ich beende meine Wintersporttage im PillerseeTal, wie ich sie begonnen habe: mit einer Wanderung zum Lauchsee. Aber an meinem letzten Abend ist es nicht nur irgendein Spaziergang. Nein, es ist eine romantische Laternenwanderung. Bei der Talstation Streuböden bekommen wir alle eine Laterne mit einer echten Kerze und dann geht es los auf eine Wanderung unter der Leitung eines Wanderführers. Bald lassen wir das beleuchtete Fieberbrunn hinter uns und sehen unterwegs nur noch das eine oder andere beleuchtete Bauernhaus. Es ist ein schöner Anblick, wie etwa 25 Wanderer mit schwingenden Laternen durch die dunkle Landschaft spazieren. In der Nähe des Lauchsees kommen uns plötzlich warme Klänge entgegen. Das Badehaus ist mit Kerzen beleuchtet und zwei Männer spielen stimmungsvolle Musik. Mit einer Tasse Glühwein in der Hand genießen wir diesen Winterwunderland-Moment. Einen besseren Abschluss meiner Wintersportreise im PillerseeTal hätte ich mir nicht wünschen können.

Mit Bahn und Bus zum Winterwandern & Biathlon in den Kitzbüheler Alpen

Das PillerseeTal hat drei Bahnhöfe, die aus Richtung Innsbrück/Wörgl und aus Richtung Salzburg gut erreichbar sind: Fieberbrunn, Pfaffenschwendt und Hochfilzen. Im PillerseeTal selbst kann man mit der Gästekarte die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Die Karte gilt natürlich für alle Busse im PillerseeTal, aber es gibt noch mehr Möglichkeiten. Die Regionalbahn zwischen Kirchbichl und Hochfilzen und der Bus zwischen Ellmau, Lofer und Hochfilzen sind ebenfalls enthalten. Da du die Karte vor deinem Urlaub online aktivieren kannst (PreCheckIn), kannst du einen Teil deiner Hin- und Rückreise kostenlos mit dem Zug machen. Und es wird noch besser. Seit Herbst 2022 findet ein Pilotprojekt mit Shuttlebussen statt. Diese bringen dich kostenlos vom Bahnhof zu deiner Unterkunft und wieder zurück. Weitere Informationen zum Bahnhofshuttle und das Online-Anmeldeformular gibt’s auf der Website vom PillerseeTal.

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