Schon beim ersten Schritt auf die verschneiten Wege spürst du: Hier beginnt ein Winterabenteuer, das dich täglich aufs Neue überrascht. Die Wipp Traverse ist eine Winterdurchquerung im Wipptal, eine unfassbar schöne Region in Tirol, an der Grenze mit Südtirol. Sie verbindet das Stubaital mit dem Brenner in Südtirol – eine 5-tägige Gebietstraverse, die das Beste aus Winter, Bergen und Komfort vereint. Du steigst auf, fährst ab, entdeckst wechselnde Panoramen, genießt die Stille und erlebst trotzdem jeden Tag ein Gefühl von Leichtigkeit. Stell dir vor: der Schnee knirscht unter deinen Schuhen, der Föhn weht durch die Lärchen, die Sonne glitzert auf den Hängen, und du atmest die klare, kalte Bergluft ein. Auf der Wipp Traverse erlebst du genau diese Momente – jeden Tag ein anderes Tal, andere Berge, andere Perspektiven. Hochwinter-Feeling pur, ohne dass du gleich eine Expeditionsausrüstung brauchst.
Werbehinweis: Dieser Artikel enthält Werbung für meinen Kooperationspartner Wipptal Tourismus, der mich zu dieser Medienreise eingeladen hat. Die Inhalte, die ich in diesem Beitrag wiedergebe, wurden dadurch nicht beeinflusst.


Was ist die Wipp Traverse und diese leichte Winterdurchquerung so genial?
Die Idee zur Traverse stammt von Bergführer Thomas Senfter: eine Durchquerung, die auch für EinsteigerInnen machbar ist, ca. 1.000 Höhenmetern pro Tag, mit komfortablem Talquartier und leichtem Tagesrucksack. So lässt sich die Route selbst im Hochwinter bewältigen, nachhaltig mit Öffis anreisen – perfekt für die Wipp Traverse.
Weitere Besonderheiten:
- Flexibilität & Leichtigkeit: Tagesetappen zwischen 800–1100 Hm, Tagesrucksack reicht völlig aus, die meiste Ausrüstung bleibt im Hotel.
- Komfort & Wellness: Vier Nächte im Standorthotel im Tal mit Abendessen, Sauna und Dusche. Ein ungewohnter Luxus für eine Skidurchquerung, aber richtig angenehm.
- Abwechslung pur: Jeden Tag steigst du in einem Tal auf, fährst im nächsten ab. So wechselst du Perspektiven, Gelände und Panoramen.
- Einsteigerfreundlich: Sanfte Hänge und ehemalige Pisten, sichere Abfahrten, trotzdem echtes Durchquerungsgefühl.
- Hüttenflair am Ende: Letzte Nacht auf der Sattelbergalm, komfortabel, Betten bezogen, Hüttenfeeling inklusive.
Für mich ist die Wipp Traverse diese seltene Kombination aus „Ich durchquere gerade die Alpen“ und „Ich liege später im Wellnessbereich“. Abenteuer und Komfort in einem Winterurlaub.


Mit Tourenskiern, Schneeschuhen oder Grödeln im Wipptal unterwegs?
Was die Traverse zusätzlich auszeichnet: du bist unglaublich flexibel. Ursprünglich als Skidurchquerung konzipiert, kannst du die Route jetzt je nach Schneelage auch einfach zu Fuß gehen. Mit Schneeschuhen oder Grödeln kommst du genauso gut durch – egal ob Pulverschnee, verkrustete Hänge oder leicht eisige Passagen. Du entscheidest selbst, wie du unterwegs bist. Das macht die Traverse ideal für EinsteigerInnen, GenießerInnen oder alle, die den Winter in den Bergen auf ihre eigene Art erleben wollen.


Tour 1 – Überschreitung vom Egger Berg mit Schneeschuhen
Das möchten Tourenbuddy Simon und ich jetzt mal selber erleben. Also starten wir bequem mit dem Bus von Matrei nach Trins – mit der Wipptal Card, die wir im Hotel bekommen haben, sogar kostenlos. Es ist klirrend kalt am Morgen, die Gipfel ringsum stehen schon in der Sonne. Nach etwa einer Stunde Aufstieg über eine Forststraße mit Grödeln erreichen wir kurz vor der Trunahütte die Sonne und wechseln auf Schneeschuhe.
Gemächlich gewinnen wir an Höhe, Lärchen säumen den Weg, das Panorama öffnet sich immer wieder. Der Abschnitt vor dem Egger Joch ist einfach der Hammer: eine minimalistische Winterlandschaft, wenige Holzhütten, ansonsten nur weiß – hier kann man die eigene Spur ziehen. Normalerweise wäre bei angespannter Lawinenlage Vorsicht geboten, aber das Gelände ist so sanft, dass man sich zwar Gedanken machen muss, aber nicht den Kopf zerbrechen.



Dann wird es kurz etwas steiler, und wir erreichen das Egger Joch. Hier werden wir fast vom Wind weggeblasen, genießen aber das Panorama und trinken erst einmal unseren Tourentee, den wir aus dem Hotel mitgenommen haben. Der Abstecher auf den Egger Berg wäre noch etwa eine halbe Stunde hin und wieder zurück – wir entscheiden uns dagegen. Mit den vielen Fotopausen haben wir schon ordentlich Zeit gebraucht, und es ist einfach zu schön hier, um schon wieder zurückzueilen. Lieber den Abstieg noch langsam genießen.



Und der Abstieg ist wirklich ein Traum: noch einmal so richtig viel Schnee, super Panorama, und das Gefühl, mit den Schneeschuhen über die Hänge zu gleiten, macht mega Spaß. Als Skitour ist das sicherlich auch ein richtiges Highlight. Unter der Brennerautobahn hindurch, Ankunft in Gries – und dann bequem mit dem Bus zurück zum Parkhotel Matrei.
⛰️ Startpunkt: Bushaltestelle Trins Gemeindeamt
⏱️ Wanderzeit: ca. 5 Stunden
↔️ Distanz: 16,8 km
↕️ Höhenmeter: ca. 1000 hm bergauf und bergab
⚡ Schwierigkeitsgrad: mittel
⏸️ Einkehrmöglichkeit: im Winter keine Möglichkeit unterwegs einzukehren, also Verpflegung mitbringen
❕ Öffis: z.B. von Matrei mit Linie 560 oder 4145 nach Steinach und weiter mit Linie 4146 zum Gemeindeamt Trins. Und zurück z.B. nach Matrei von Bushaltestelle Gries am Brenner Gh Sprenger mit Linie 4145
Wohlfühl-Zeit im Parkhotel Matrei im Wipptal
Vom Bahnhof in Matrei könnten wir sogar zurück ins Hotel kriechen – so nah ist es. Richtig praktisch, wenn du etwas müde von der Tour bist und noch deine ganze Ausrüstung dabei hast. Zurück im Parkhotel Matrei wurden wir richtig verwöhnt: das Abendessen war ultra lecker, die Sauna nach dem langen Tag einfach Gold wert. Florian Obojes, unser Gastgeber, war total bemüht – als wir ihn nach Infos zur Sattelbergalm fragten, sagte er sofort: „Warte mal kurz, ich rufe den Hütten Luis an.“ So fühlt man sich rundum gut betreut und willkommen – Luxus pur nach einem langen Wintertag draußen! Es hat auf jeden Fall große Vorteile, während einer Durchquerung immer wieder ins Tal zurückzukehren.


Tour 2 – Skitour auf den Sattelberg mit Übernachtung auf der Sattelbergalm
Für unsere zweite Tour tauschen wir die Schneeschuhe gegen Tourenski. Heute packen wir ein bisschen mehr in den Rucksack, denn heute Abend kehren wir nicht ins Hotel zurück. Unser Ziel ist die Sattelbergalm. Mit dem Bus fahren wir bequem ins Obernberger Tal, unser Startpunkt ist die Bushaltestelle Vinanders Kitzweide. Nach einem sanften Einstieg führt der Weg in vielen Spitzkehren durch lichten Wald nach oben. Schritt für Schritt gewinnen wir an Höhe, bis wir die Waldgrenze erreichen.
Dort schlägt uns der Hochwinter ins Gesicht: Raureif überzieht die Fichtennadeln, der Wind pfeift über den Hang und wirbelt Schnee durch die Luft. Der Weg führt über einen sanften Skirücken weiter nach oben, was den Aufstieg trotz der Bedingungen angenehm macht. Über den breiten Gipfelkamm geht es schließlich Richtung Sattelberg, dem höchsten Punkt unserer Tour. „Gemütliche Gipfelpause?“, rufe ich Simon lachend zu. Der Föhnwind ballert über den Gipfel. Wir hocken uns auf den Boden und versuchen so abzuschirmen, dass unsere Ausrüstung nicht vom Wind ins Tal geweht wird. Ein schneller Schluck Tee, ein kurzer Blick in die verschneiten Berge – dann klatschen wir uns ab. Simon fährt zuerst los.



Die ersten Schwünge gehen durch einen richtig lässigen Hang, nach ein paar Kurven landen wir auf der ehemaligen Skipiste. Bis 2006 liefen am Sattelberg Lifte. Heute gehört der Berg wieder den Skitourengehern. Die Piste wird nicht präpariert, eignet sich aber perfekt für Einsteiger wie mich. Viel Aussicht haben wir wegen der Wolken zwar nicht, aber egal – die Abfahrt macht richtig Spaß.
Ein bisschen erledigt, aber komplett gehypt erreichen wir die Sattelbergalm. Als wir die warme Stube betreten, kommt uns sofort der Duft von Tiroler Küche entgegen. „Erstmal was essen und trinken?“, fragt ein Mitarbeiter lachend, als er unsere verschwitzten Gesichter sieht. Definitiv. Doch etwa eine Stunde später reißt der Himmel plötzlich auf. Und wir können eigentlich nicht anders, als noch einmal loszuziehen. Über die Piste steigen wir noch einmal zum Sattelberg auf. Dieses Mal haben wir Glück mit der Sicht: Die Aussicht reicht zu den Stubaier und Zillertaler Alpen und mit etwas Fantasie sogar bis zu den Dolomiten. Bei der Abfahrt probieren wir noch einen anderen Hang aus – Variantenreichtum pur. Und irgendwie macht die zweite Abfahrt fast noch mehr Spaß als die erste.




⛰️ Startpunkt: Bushaltestelle Vinanders Kitzweide
↔️ Distanz Aufstieg: 3,8 km
↕️ Höhenmeter Aufstieg: 860 m hoch
⏱️ Afstiegszeit: ca. 3 Stunden
✅ Abfahrtszeit zur Alm: ca. 15 Minuten
⚡ Schwierigkeitsgrad: leicht, ehemalige Piste
⏸️ Einkehrmöglichkeit: Sattelbergalm
❕ Öffis: z.B. von Matrei mit Linie 560 oder 4145 nach Steinach und weiter mit Linie 4145 nach Vinanders Kitzweide
Übernachtung auf der Sattelbergalm im Wipptal
Zurück auf der Alm beziehen wir schließlich unser Zimmer. Für eine Berghütte sind die Räume überraschend hell und geräumig, Bettwäsche gibt es auch – purer Komfort nach einem langen Tourentag. Nach einer heißen Dusche setzen wir uns unten in die Stube. Die Tagesgäste sind mittlerweile verschwunden, es ist ruhig geworden. Dann kommt Luis Nagele zu uns rüber und fragt, was wir heute so gemacht haben. Ich erzähle von unserer Tour und frage zurück: „Und du?“ Er grinst. „Ich bin der Hüttenwirt.“ So kommen wir ins Gespräch. Luis erzählt, wie er die Sattelbergalm gemeinsam mit seinen beiden Schwestern von den Eltern übernommen hat. Vieles haben sie renoviert, neue Veranstaltungen organisiert und zum Beispiel Tourenabende ins Leben gerufen. Ihr Ziel: dass sich hier oben jeder wohlfühlt – egal ob Skitourengeher, Schneeschuhwanderin oder Sommerwanderer.
Er sprudelt nur so vor Ideen für die Zukunft und gibt uns nebenbei noch Tipps für weitere Touren in der Region. Genau solche Begegnungen liebe ich: Menschen, die mit echter Leidenschaft für ihre Berge arbeiten. Natürlich gönnen wir uns danach noch einmal etwas von der großartigen Karte. Knödel, Suppe, Teigtaschen. Wir stoßen auf einen richtig gelungenen Tag an – und fallen später ziemlich müde, aber glücklich ins Bett.







Frühstück und Abfahrt von der Sattelbergalm ins Tal
Am nächsten Morgen wartet ein echtes Almfrühstück auf uns. Noch ein Kaffee, noch ein bisschen Plaudern mit dem Hüttenteam – dann wird es Zeit für die Abfahrt. Diese führt direkt über die ehemalige Skipiste hinunter zum Brenner. Entspannt, flowig und genau der richtige Abschluss der Tour. Unten sind es nur etwa 500 Meter zu Fuß bis zur Bushaltestelle. So funktioniert auch die Heimreise ganz unkompliziert – oder in unserem Fall die Rückfahrt zum Parkhotel, wo unser restliches Gepäck noch auf uns wartet.




⛰️ Startpunkt: Sattelbergalm
✅ Abfahrtszeit: ca. 15 Minuten
⚡ Schwierigkeitsgrad: leicht, ehemalige Piste Piste
❕ Öffis: z.B. zurück nach Matrei von Bushaltestelle Gries am Brenner Gh Sprenger mit Linie 4145
Tipps & Hinweise für die Wipp Traverse im Wipptal
🧭 Lawinen- & Wettercheck
Vor jeder Etappe unbedingt den aktuellen Lawinenlagebericht und die Wetterprognose prüfen. Lawinenausrüstung (LVS, Sonde, Schaufel) gehört bei Wintertouren im Gelände selbstverständlich ins Gepäck.
🎿 Ausrüstung
Je nach Bedingungen kannst du die Wipp Traverse mit Tourenski, Schneeschuhen oder teilweise sogar mit Grödeln gehen. Stöcke, warme Kleidung und ein gut gepackter Tagesrucksack sind auf jeden Fall Pflicht.
💪 Kondition & Technik
Die Tagesetappen haben meist zwischen 800 und 1.100 Höhenmetern – eine solide Grundkondition ist also wichtig. Wer mit Skiern unterwegs ist, sollte Spitzkehren sicher beherrschen und Erfahrung beim Abfahren im freien Gelände mitbringen.
🚆 Anreise & Mobilität
Die Wipp Traverse lässt sich perfekt mit öffentlichen Verkehrsmitteln organisieren. Bus und Bahn verbinden die einzelnen Täler im Wipptal sehr zuverlässig. Mit der Wipptal Card, die du bei vielen Unterkünften erhältst, sind die Fahrten sogar kostenlos.
🏨 Übernachtungskonzept
Das Besondere an der Traverse: Vier Nächte verbringst du komfortabel im Hotel im Tal. Eine Nacht geht es auf die Sattelbergalm – für echtes Hüttenfeeling mitten in den Bergen.
📦 Organisation der Tour
Die Wipp Traverse kannst du auch als Komplettpaket buchen. Als Self-Guided Tour startet das Angebot ab etwa 595 € pro Person und beinhaltet Übernachtungen, Transfers zwischen den Etappen sowie alle wichtigen Toureninfos. Auch Leih-Ausrüstung oder ein Bergführer können optional organisiert werden.



